Vassafor - Demo I

Vassafor - Demo I Cover
Label:
Drakkar Productions
Erscheinungsjahr:
2005
Limitiert auf:
300 Stück
Kontaktadresse:
vassafor@ihug.co.nz

Offiziell gibt es dieses allererste Demo von Vassafor bereits seit zehn Jahren, erst durch Drakkar besteht nun aber die Möglichkeit, die Kassette auch heutzutage wieder erwerben zu können. Der Grund, warum mich Vassafor schon länger interessierten, war schlicht und einfach ihr Herkunftsland. Das Quartett stammt nämlich aus dem schönen Neuseeland, woher man im Normalfall nicht einmal eine handvoll namhafte Bands zusammen bekäme, würde man einige aufzählen sollen.

Meine Gier nach den beiden Demos stillte ich simpler Weise mit dem Kauf beider Tapes. Die Vorfreude bestätigte sich aber nicht, denn beim Hören ihrer Musik ernüchterte ich zunehmend. Nun kann man sich selbstverständlich fragen, was Black Metal denn eigentlich ausmacht. Sicher spielen da viele Faktoren rein, die eine Band allein in den seltensten Fällen komplett abdecken kann. Das einzige, was zum Zauber dieser Musikrichtung passt, ist die Rohheit der Aufnahme. Wobei dies in diesem Fall nicht mal sonderlich viel Positives bewirkt, da sie zu ungestüm wirkt. Atmosphäre oder betäubende Gänsehautpassagen sind gar in keiner Weise auszumachen. Spielerisch stellen sich die Neuseeländer zwar nicht sonderlich schlechter an als der Durchschnitt des Genres, allerdings schaffen es Vassafor nicht, irgendetwas zu vermitteln. Ihre Musik klirrt und scheppert in lauem Klanggewand an einem vorbei. Da ist es ja beinahe beruhigend zu wissen, dass nicht mehr als zwei Stücke enthalten sind. Wobei immerhin das zweite mit der einen oder anderen annehmbaren Passage aufwarten kann.

Selbstverständlich ist hier auch nicht wirklich alles grottenschlecht, aber definitiv alles so gut wie belanglos. Wenn man die Kassette erspähen sollte, kann man meines Erachtens nach getrost daran vorüberschreiten. Beim zweiten Demo, welches ebenfalls als Re-Release über Drakkar erschien, ist immerhin eine Steigerung erkennbar. Dennoch braucht man sich den Namen Vassafor wohl auch vorausschauend nicht ernsthaft einzuprägen.

2/10

[Martin aka Pest, Berlin den 10.06.2007]