Tod - Black Metal Manifesto

Tod - Black Metal Manifesto Cover
Label:
Bylec-Tum Productions
Erscheinungsjahr:
2006
Limitiert auf:
333 Stück
Kontaktadresse:
tod.altervista.org

Der italienische Black Metal entwickelte sich in den letzten Jahren enorm gut. Immer mehr fähige Bands brachte das Land zuletzt hervor. Zu den qualitativ starken Truppen gehören zweifelsohne auch Tod, die mit "Black Metal Manifesto" ihr offiziell drittes Album veröffentlichen. Erschienen ist das gute Stück auch auf CD, allerdings über ein anderes Label. Falls die limitierte Kassettenversion also bereits vergriffen sein sollte, kann man noch immer zum Silberling greifen, wobei das Tape zusätzlich noch Live-Tracks beherbergt, die auf der Scheibe fehlen.

So, nun aber genug dem lästigen Vorgeplänkel. Tod verdienen Lob, und selbiges bekommen sie nun auch. Wirklich begeistert bin ich von der Gitarrenarbeit, die in Kombination mit dem genialen Klang der Veröffentlichung wahnsinnige Stimmungsbögen kreiert. Diese könnten unterschiedlicher kaum sein, so wird von melancholischen bis hin zu aggressiven Gefühlslagen eigentlich alles abgedeckt - Abwechslung bietet das Trio also auch noch. Die oft sehr pompös und zugleich bedrohlich wirkenden Hauptriffs werden zwischendurch ab und an durch filigrane und wunderschöne, ruhige Melodiebögen unterbrochen, was zudem noch einen sehr auflockernden Nebeneffekt hat. So ein pechschwarzes, aber doch variables Album habe ich selten gehört. Etwas unpassend ist das Ende des ansonsten absolut mitreißenden Stücks "Suffering, Beloved", welches viel zu lange - nämlich cirka drei Minuten - braucht, um auszuklingen und dem Album somit einen kleinen Stimmungsbruch beschert.

Geniale, wenn auch im Normalfall nicht wirklich hochgradig anspruchsvolle Riffs und ein nahezu perfekter Klang für diesen Musikstil zeichnen "Black Metal Manifesto" aus. Zwar hört sich das nicht nach viel Argumenten an, aber es reicht, um einen zu packen. Die Italiener sind eigentlich Pflichtprogramm für jeden, der sich im Genre des Black Metal heimisch fühlt. Jedenfalls wenn es speziell um dieses Album geht. Mehr Material ist mir von Tod nicht bekannt, was sich aber schnell ändern wird. Besorgt Euch diesen finsteren Hassbatzen!

8/10

[Martin aka Pest, Berlin den 08.04.2007]