Svarog - Artillerie

Svarog - Artillerie Cover
Label:
Senfgas Productions
Erscheinungsjahr:
2008
Limitiert auf:
500 Stück
Kontaktadresse:
svarog-horde.de

Klischeebeladen - das Erste, was mir zu Svarogs "Artillere"-Tape auf den ersten Blick einfällt. Ein einfallsloses, stilloses und im kontrastreichen schwarz-weiß gehaltenes Booklet, welches nur das Nötigste beherbergt, unter anderem solch typische Liedtitel á la "Freitod" oder "Panzerwinter". Ebenso die Pseudonyme der Musiker sind wenig kreativ, von der Selbstklassifizierung als "Blasphemous War Art" ganz zu schweigen. Svarog sind ja bei Weitem nicht die einzigen, die sich im Black Metal so präsentieren, doch finde ich es inzwischen nur noch langweilig, ernüchternd und anspruchslos. Das ist aber ein rein subjektiver Gedankengang.

Kommen wir vom ersten Eindruck direkt zum Wesentlichen, und da darf man wenig überraschend feststellen, dass auch die Musik innovationsmager ist. Dennoch wird der erste Eindruck kaum bestätigt, denn Svarog klingen trotz fehlender progressiver, avantgardistischer oder sonstiger experimenteller Ansätze nicht so verbraucht und ausgebrannt, wie ich es erwartete. Musikalisch ist das Gespielte lediglich in Ordnung, in Ansätzen auch wirklich gut, darauf sollte aber nicht der Fokus liegen. Die Deutschen bestechen dafür neben eisigem Klang besonders mit kompromissloser Raserei und irgendwo zwischen schwer mit leichtfüßig getakteten Mid-Tempo-Parts, was gut funktioniert. Zur akustischen Abwechslung als äußerst roher Klumpen Musik, der etwas Tiefgang beherbergt, durchaus hörbar.

"Artillerie" ist ein solides Tape, welches andeutet, dass noch Luft nach oben vorhanden ist. Mit etwas mehr Kreativität ließe sich bestimmt was Interessantes auf die Beine stellen, da gute Ansätze ohne Frage vorhanden sind. Aber jede Band sollte ihren eigenen Kopf haben. Mal sehen, welchen Weg Svarog noch gehen werden.

5/10

[Martin aka Pest, Berlin den 03.03.2009]