Bethor/Moloch - Bethor/Moloch

Bethor/Moloch-Split Cover
Label:
Unholy Distro
Erscheinungsjahr:
2004
Limitiert auf:
666 Stück
Kontaktadresse:
-

Bethor aus Griechenland und Moloch aus Deutschland - Beide dürften nicht gerade einen allzu großen Bekanntheitsgrad besitzen, haben beide Formationen doch insgesamt lediglich vier Demos vor diesem Release vorzuweisen gehabt.

Bethor machen mit ihren fünf Titeln, von denen zwei lediglich Intro und Outro darstellen, den Anfang. Gleich wird klar, dass es sich bei der Musik des Quartetts um alles andere als reine Standartkost handelt. Teilweise lassen sich beispielsweise auch Parallelen zum Death Metal herstellen. Vor allem der Gesang tendiert stark in diese Richtung. Abgesehen von seltenen Kreischattacken, wird überwiegend gegrowlt. Ihr mögt jetzt vielleicht denken, dass dies unpassend klänge, aber dem ist in keinster Weise so. Auch das Schlagzeug tendiert eher hin zum Death Metal und kommt überwiegend ohne Beckeneinsatz aus. Die Riffs wiederum sind vollwertig dem Black Metal zuzurechen, was letztendlich auch den Ausschlag dafür gibt, dass Bethors Material ganz klar jener Sparte zuzuordnen ist. Grob gesehen könnte man das Ganze vielleicht als einen Mix aus Acheron, Beherit und den deutschen Katharsis beschreiben. Da der Gesang fies hallt und die Gitarrenläufe ein sehr düsteres und mystisches Ambiente erzeugen, kann ich das Material der Griechen aufgrund der erzeugten Bosheit nur weiterempfehlen. Für diese richtig höllische Portion Musik gibt es deshalb wohlverdiente sieben Punkte von mir. Die Band muss man definitiv im Auge behalten, wenn die oben genannten Formationen interessant für Euch sind.

Moloch sind im Anschluss auf diesen positiven Eindruck mehr als ernüchternd. Scheinbar wurden die Lieder allesamt zu verschiedenen Zeiten aufgenommen, denn der Klang jedes einzelnen Liedes unterscheidet sich. Eines haben allerdings alle gemeinsam, gut tönt nämlich keine Variante. Mal klingt der Drumcomputer zu künstlich, dass es beinahe einem Elektrosong gleiche, mal sind die Vocals so verschwommen, dass diese glatt als Bassgitarren durchgingen und ein anderes Mal ist der Klang der Gitarren so undurchsichtig, dass man von magischen Momente - aber auch allgemein gesprochen - in keiner einzigen Passage sprechen kann. Zwar sind die Lieder stilistisch an denen von Bethor angelehnt, erreichen tun sie die Klasse aber niemals. Mehr als zwei Punkte kann ich für diese halbgare Kost wirklich nicht vergeben.

In der Konsequenz macht das rein rechnerisch nur so wenige Punkte, wie unten angegeben. Das ist schade, da das Material der Griechen absolut hörenswert ist. Moloch hätten mit besseren Aufnahmemöglichkeiten vielleicht auch mehr reißen können. Jedoch ist der Split trotz dieser relativ schwachen Bewertung zumindest hinsichtlich der ersten Truppe empfehlenswert, genauso gut aber auch für Abende unter Freunden, bei denen der Alkoholpegel stimmt und man so richtig Lust hast, räudige und gleichzeitig böse Musik rotieren zu hören.

4,5/10

[Martin aka Pest, Berlin den 25.01.2007]