Korium - Mrazivá Noc Prinása Pokoj

Korium - Mraziva Noc Prinasa Pokoj Cover
Label:
Ravenheart Productions
Erscheinungsjahr:
2005
Limitiert auf:
500 Stück
Kontaktadresse:
koronas@centrum.sk

Ursprünglich erschien dieses Demotape durch den Musiker höchstpersönlich. Dies geschah zwei Jahre nach dem Millennium. Drei Jahre später wurde die Kassette nochmals veröffentlicht, diesmal allerdings über das tschechische Label Ravenheart Productions. Aber warum eigentlich? Während Korium inzwischen für annehmbare, naturverbundene und melancholische Musik stehen, klang man anno 2002 noch absolut unbefriedigend.

Beginnen wir mal beim Sound. Rau ist er, was nicht schlecht sein muss, ist es in diesem Fall aber. Irgendwie wirken die Instrumente allesamt so halbgar, kratzig, komisch. Ich kann es nicht beschreiben, aber wirklich viel Musikgefühl wird nicht vermittelt. Der Gesang ist auch nicht sonderlich erbaulich. Manchmal klingt er einfach durchschnittlich, manchmal aber auch leicht unbefähigt. Dem ganzen die Krone setzt nur noch eines auf: Das Keyboard. Ohne dessen Geklimper wäre "Mrazivá Noc Prináša Pokoj" einfach ein schwächeres Black-Metal-Output mit Garagenproduktion. So wirkt es aber zusätzlich verdammt nervend. Diese künstlichen Klänge wurden in extrem penetranter Manier eingeflochten und übersteigen die anderen Elemente vom Geräuschpegel erheblich. Lediglich der teils stümperhafte Gesang kann dort von der Lautstärke her mithalten.

Einige Passagen hingegen können durchaus mal einen positiveren Eindruck hinterlassen. Nämlich dann, wenn die Synthies etwas gefühlvoller eingesetzt werden und es instrumental gesitteter zur Sache geht oder man gänzlich auf Synthetisches verzichtet. Insgesamt sind von Passagen dieser Art aber zu wenig vorhanden, als dass ich hier ein Lob anbringen dürfte.

Ich kann mir vorstellen, dass sich "Mrazivá Noc Prináša Pokoj" gerade aufgrund dieses eigenartigen Keyboard-Einflusses bei einigen wenigen größerer Beliebtheit erfreut. Den meisten Black-Metal-Hörern dürfte die Kassette aber nicht mehr als Kopfschmerzen bescheren. Von daher sage ich pauschal: Finger weg! Das restliche Material der Slowaken ist da eher hörbar.

2/10

[Martin aka Pest, Berlin den 05.08.2007]