Katharsis - VVorldVVithoutEnd

Katharsis - VVorldVVithoutEnd Cover
Label:
N:C:U
Erscheinungsjahr:
2006
Limitiert auf:
500 Stück
Kontaktadresse:
n-c-u.de

Mal Hand aufs Herz. Wer hier ernsthaft liest, dem wird der Name Katharsis alles andere als fremd sein. Das ist natürlich auch kein Wunder, wenn man Split-Veröffentlichungen mit Moonblood und Black Witchery vorzuweisen hat und auch schon auf einer der heiß begehrten "Black Metal Endsieg"-Compilations mit einem Lied vertreten war. Dazu gesellen sich zudem zwei starke Alben. Doch all das ist nichts gegen ihr drittes Langeisen. "VVorldVVithoutEnd", so der eigenwillige Titel, katapultiert das blasphemische Trio auf ein neues, bisher wohl nicht zu erahnendes Level. Jedenfalls sind Katharsis spätestens mit diesem Release zur Speerspitze des deutschen Black Metal zu zählen. Aber alles der Reihe nach...

Am ersten Album wurde oft bemängelt, dass man sich zu sehr an der Genre-Legende Darkthrone orientiert hätte. Ein Kopie sei man, wenngleich auch eine verdammt gute. Das zweite Album ging dann schon etwas eigenere Wege, war qualitativ ähnlich hochwertig wie der Erstling und hatte zusätzlich noch einen etwas eigeneren Sound. "VVorldVVithoutEnd" rückt die Band aber in ein völlig anderes Licht. So, wie die Deutschen hier zu Werke gehen, klingt es beinahe richtig erfrischend. Mit diesem eigenwilligen - nämlich beinahe chaotischen - Klanggewand, haben sich Katharsis ein völlig eigenes Soundprofil zugelegt, welches das Trio sofort identifizieren lassen sollte. Absolut krankhafte Schreie, sägende, heulende und quietschende Saiteninstrumente gepaart mit einem furiosen Geblaste am Schlagzeug und dieser schier unglaublich offensiven und zerstörerischen Produktion machen das dritte Album der dreiköpfigen Horde zu einem absoluten Unikat höchster Black-Metal-Klangkunst. "VVorldVVithoutEnd" trieft, rotzt und brennt. Das Album wirkt in der Tat so unheilig, als befände man sich augenblicklich im alles verschlingenden Höllenschlund, welcher nichts als das nackte, furchterregende Grauen offenbart.

Katharsis vertonen hier eine höllische Zerstörung, die ihresgleichen höchstwahrscheinlich noch lange suchen wird. Um es kurz und knackig abzuschließen: Schlicht und einfach überragend.

9/10

[Martin aka Pest, Berlin den 02.07.2007]