Celestia - Dead Insecta Sequestration

Celestia - Dead Insecta Sequestration Cover
Label:
Drakkar Productions
Erscheinungsjahr:
2001
Limitiert auf:
1000 Stück
Kontaktadresse:
apparitia@wanadoo.fr

Dieses Material wurde zwei Jahre nach diesem Demo nochmals über Agonia Records auf CD gepresst, allerdings mit der "Evoking Grace And Splendour"-Single als zusätzliches Schmankerl. Bei der Tapeversion muss man sich folglich mit zwei Titeln weniger zufrieden geben. Wer also Geschmack an der Rezension findet, dem sei geraten, sich lieber die Lichtscheibe zuzulegen. Auch deshalb, weil die Tapeversion offiziell wohl nicht mehr zu bekommen ist.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass Celestia den meisten Lesern zumindest namentlich ein Begriff sind. Schon alleine wegen dem ehemaligen Les Legions Noires-Veteran Sir Noktu Geiistmortt. Von daher braucht man über die Klasse, die diese Band hat, gar nicht mehr allzu viel diskutieren oder nachdenken. Denn Celestia gehören nach wie vor zu den besten französischen Black-Metal-Bands unter den noch aktiven, und das möchte in der vielleicht stärksten Musikszene bezüglich dieses Stils schon verdammt viel heißen.

Was an dem Stil des Trios - zumindest bestanden sie damals aus drei Personen - interessant ist, wäre schon mal die düstere Romantik, die die Band ausstrahlt. Auch ein Hauch von Melancholie weht durchgehend, während man "Dead Insecta Sequestration" lauscht. Und trotz alledem klingen Celestia noch immer nach vollwertigem Black Metal. Besonders hervorzuheben ist im Gesamten der Gesang. Dieser hat einen - im Vergleich zum Üblichen - leicht verzweifelten, von der Tonlage her ein klein wenig höher angesiedelten Klang, der hasserfüllt und wehmütig zugleich klingt. Neben den vier selbst komponierten Liedern, von denen ich eigentlich alle als hochklassig einstufe, gibt es auch noch eine sehr gut gelungene Coverversion von Burzums "Ea, Lord Of The Depths". Wobei sich die Frage aufdrängt, ob diese bei hunderten von schon existenten Imitationsversionen anderer Formationen so viel Sinn macht.

Zwar ist "Dead Insecta Sequestration" wohl nicht das allerbeste Werk der Franzosen, allemal ist es aber ein sehr gutes. Nicht zuletzt deshalb, weil hier in gewisser Weise etwas Eigenständiges erschaffen wurde. Nämlich rauer und typisch französischer Black Metal, der in schwer beschreibbarer Weise eine gewisse Schönheit und Wärme ausstrahlt. Das mag nun alles etwas merkwürdig klingen, aber glaubt mir, es hat definitiv seinen Reiz. Wenn man Mütiilation und ähnliche Bands mag, dann könnten Celestia jedenfalls eine gute und interessante Alternative darstellen.

7,5/10

[Martin aka Pest, Berlin den 09.01.2007]