Bemdesar - En El Nombre De Satanas...!!!

Bemdesar - En El Nombre De Satanas...!!! Cover
Label:
Nekrowhoregasmic Noize
Erscheinungsjahr:
2004
Limitiert auf:
150 Stück
Kontaktadresse:
nekrowhoregasmic.cjb.net

Eines haben beinahe alle südamerikanischen Black-Metal-Bands gemeinsam: In der Regel geht es rein lyrisch gesehen um das einfache Thema des orthodoxen Satanismus. So ausgelutscht wie einige das finden mögen, kann ich von mir nur behaupten, dass das gerade bei solchen Bands wie Bemdesar noch immer Stil hat. Gerade weil die Formationen auf jenem Kontinent oft eine staubtrockene, fast warm wirkende Produktion haben, was in meinen Augen schön rotzig und abgefuckt klingt. Auch Bemdesar stellen da natürlich keine Ausnahme dar.

Auffällig ist das oft sehr gemäßigte Tempo. Die Bolivianer legen eher wert auf schleppende Grimmigkeit und fahren damit ganz gut, denn so klingt "En El Nombre De Satanas...!!!" zu keinem Zeitpunkt aufdringlich, für einige hingegen aber womöglich etwas zu langweilig. Denn das Schlagzeugspiel ist genauso wie die Gitarrenarbeit eine sehr einfache. Während aber das lahme, völlig steril wirkende Schlagzeugspiel wirklich nicht viel her macht, haben die Riffs eine gute, nämlich eben diese warme, wie eingangs schon erwähnte, Wirkung. Zudem sind diese auch recht eingängig und zaubern einem schnell ein mystisch düsteres Bild vors innere Auge. Besonders die beiden über acht Minuten langen Lieder "Muerte Y Destruccion" und "De La Muerte A La Batalla" tragen mit ihrem melodiösen aber dennoch trocken satanischem Ambiente dazu bei, dass "En El Nombre De Satanas...!!!" lang nicht so schlecht abschneidet, wie es beispielsweise der allererste Titel anfangs vermuten lässt.

Das Fazit fällt mir alles andere als leicht. Ich für meinen Teil kann nur behaupten, dass dieses allererste Lebenszeichen der Bolivianer bei mir schon hin und wieder in der Anlage landet. Irgendwie ist es aus den genannten Gründen unterhaltsam. Allerdings könnte ich schwören, dass es vielen anderen nicht so erginge und sie "En El Nombre De Satanas...!!!" als billigen Fehlkauf abstempeln würden. So bleibt mir nichts anderes übrig, als knapp unter dem Durchschnitt zu bewerten, auch wenn ich mich dabei gar nicht mal so wohl fühle, da mir ihre Spielweise irgendwie ans Herz gewachsen ist.

4,5/10

[Martin aka Pest, Berlin den 17.01.2007]