Aschefall - Alptraumssymphonien

Aschefall - Alptraumssymphonien Cover
Label:
Metallkatharsis
Erscheinungsjahr:
2007
Limitiert auf:
32 Stück
Kontaktadresse:
aschefall.de

Einst gab es dieses Demo auf CD-R, welches die Band damals ohne weitere Unterstützung von Außen selbst veröffentlichte und auf gerade einmal fünfzig Stück begrenzte. Nun, ungefähr zwei Jahre, nachdem "Alptraumssymphonien" das Licht der Welt erblickte, gibt es das Teil nochmals zu erstehen. Wiederveröffentlicht via Metallkatharsis und noch niedriger limitiert, als es bei der Erstlingsversion der Fall war. Das auf dem Bild zusehende rechte Element ist übrigens ein Textblatt vom Stück "schwarze Puppen" (gesprochen im Übrigen von Klaus Kinski), welches auf der Rückseite sogar noch den Namen desjenigen trägt, der sich das gute Stück bestellte. Auch sonst ist die Kassette gut aufbereitet. Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich bei Metallkatharsis viel eher um ein Magazin, als um ein Label handelt. Im Gesamten eine wunderbare, stilvolle Aufmachung in weiß - sehr schick!

Im Gegensatz zu dem vor einigen Monaten erschienen zweiten Demo namens "Fäden gen Unendlichkeit", glänzt man auf "Alptraumssymphonien" weniger mit erhabenen Melodien und einer großen Portion Gefühl, als viel mehr mit ungebändigter Brachialität. Der Sound ist auch alles andere als filigran. Sehr offensiv und rau klingt das Tongewand zusammenfassend, was die gesteigerte Aggressionsempfindung im Gegensatz zum genannten zweiten Demo größtenteils auszumachen scheint. Die Riffs kratzen viel mehr am Trommelfell, wirken um einiges schärfer und wuchtiger und lassen "Alptraumssymphonien" relativ harsch wirken. Ein Wehrmutstropfen des Demos ist, dass die Stimme kaum herauszuhören ist und zudem sowieso nicht allzu häufig auftaucht. So finde ich, könnte das Ganze hier und dort etwas zu einseitig wirken, aber das hängt sowohl von der augenblicklichen Stimmung als auch vom Hörer selbst ab.

Zusammenfassend finde ich die Kassette definitiv empfehlenswert. Durch die Rohheit und die ganz besonders vordergründigen Riffs entsteht ein nicht wirklich alltägliches Klangbild, das man gern mal über sich ergehen lässt. Leider dürften alle Exemplare inzwischen vergriffen sein, was sowohl die CD-R als auch das Tape betrifft. Somit macht diese Kritik nur insofern Sinn, dass man Aschefall als junge und hoffnungsvolle Band darstellt und die Leser hiermit auffordert, sich den Namen hinter die Ohren zu schreiben.

6/10

[Martin aka Pest, Berlin den 01.05.2007]