Arvind - Infernal Moonlight

Arvind - Infernal Moonlight Cover
Label:
Black Blood Productions
Erscheinungsjahr:
2003
Limitiert auf:
666 Stück
Kontaktadresse:
black-blood.com

Geht es Euch auch so, dass es Tage gibt, an denen Ihr ohne Unterbrechungen nur diverse Darkthrone-Alben hören könntet? Oder mögt Ihr solch klassischen und primitiven Black Metal gar nicht so sehr? Dann braucht Ihr ab hier eigentlich gar nicht mehr weiter zu lesen, denn Arvind, welche aus dem italienischen Varese stammen, klingen so, wie man sich Black Metal am Anfang der Neunziger vorstellte. Kalt, hasserfüllt und minimalistisch.

Nun darf man darüber streiten, ob solche Bands nicht eher schlecht als recht oder unglaublich verbraucht und nutzlos seien. Ich bin der Meinung, dass diese Spielweise des Black Metal noch immer viel Reiz besitzt, solange es sich dabei um nichts total Belangloses handelt. So und nicht anders verhält es sich auch mit Arvind, die weit davon entfernt sind, auch nur ansatzweise irgendetwas Neues zu fabrizieren, aber mit tiefschwarzer Aura, Grässlichkeit und voller Hingabe überzeugen können. In der Tat muss man sagen, dass der Klang der Gitarren sowie auch die Spielweise nicht selten an die großen Anfänge - ganz besonders eben an die von Darkthrone - erinnern. Aber genau so etwas braucht man doch ab und zu, oder? Zumindest trifft das auf mich zu. Diese großartige Band bot vor allem auf ihren ersten Alben so fantastisch hypnotische und gleichzeitig hässliche Riffs, dass ich wünschte, sie hätten ewig in der Form weitergemacht. Und ja, Arvind machen dort weiter, wo mit "Transilvanian Hunger" mehr oder weniger Schluss war. Und das wird die ein oder andere schwarze Seele dort draußen mit Sicherheit erfreuen. Mehr gibt es in diesem Teil, so Leid es mir tut, auch nicht zu sagen.

Empfehlenswert ist "Infernal Moonlight" also noch lange nicht für jeden. Diejenigen, die aber auf die glorreichen Anfänge noch immer abfahren, werden den Italienern viel abgewinnen können.

6/10

[Martin aka Pest, Berlin den 08.01.2007]